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Helptaste: Meditation

Nicht nur im Notfall zu gebrauchen, steht in der Bedienungsanleitung. Meditation, es gibt viele Definitionen, im Wesentlichen soll man seine Gedanken zur Ruhe bringen, oder noch besser Nicht-mehr-denken. Kein Denken, keine Zeit, keine Vergangenheit, keine Zukunft, was bleibt: die Gegenwart, Quelle der Zeit. Ja gut, die Helptaste führt zur Gegenwart, das suche ich ja.
Ich sitze mit gekreuzten Beinen auf dem Boden, konzentriere mich auf meine Gedanken oder ein anderes Objekt der Meditation und meditiere, ohne Erwartung und Hoffnung auf eine grosse Erfahrung oder Antwort. Auch ohne Erwartungshaltung habe ich in den vergangenen Jahren meine Meditationen oft mit einer in den Raum gestellten Frage (nur eine Frage je Meditation) begonnen, z.B.: Wann beginnt die Zukunft? Was ist Vergänglichkeit? Was lehrt uns der Tod? etc. Auf diese Frage konzentriere ich mich während meiner Meditation, ohne dass ich willentlich exakte Antworten gebe. In der Meditation laufen jedoch mir nicht bekannte Prozesse ab, die den Denkprozess beruhigen, die auf die aufgeworfenen Fragen Antworten bereitstellen und aber gleichzeitig auch die Gedanken, Gefühle und Emotionen ins „richtige“ Verhältnis stellen (selbstregulierender Prozesse in einer anderen Dimension). So besitze ich oft nach der Meditation einen ruhigen Kopf, habe die notwendige Distanz zum Leben und die zentralen und wesentlichen Antworten auf die zu Beginn der Meditation gestellte Frage. Diese Erfahrung und Erkenntnis kann ich heute nutzen, allerdings ohne Erwartung auf regelmässige Erfolge, und ist in meinem Leben sehr erfolgreich. Die Meditation hilft mir so, das tägliche Leben zu verstehen.

Die Helptaste Meditation erweist mir während meiner Fahrt in der Achterbahn gewaltige Dienste, in dem sie mich die richtige Bedeutung der Anzeigen aber auch deren richtigen Umgang lehrt. Mein Bewusstsein der Zeit und für die Zeit wird in der Meditation laufend berührt, verändert, verfeinert und verbessert. Die Auseinandersetzung mit der Zeit (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) ist ein laufender Prozess, welcher für das Leben von zentraler Bedeutung ist. Während den Meditationssitzungen finde ich jenen Raum (nicht den Raum meiner Gedankenkonstrukte), jene Schwingung (nicht die Schwingungen meiner Denksubstanz), der/die mir Antworten aus einer anderen (vielleicht göttlichen) Dimension, aber in einer für mich verständlichen und einfachen Form gibt. Während der Meditation bin ich mir selbst gewahr, ich nehme mich mit meinen Problemen, Wünschen, Spannungen, Sorgen, etc. bewusst wahr. Die Meditation hilft mir, mich völlig aufmerksam einem Sachverhalt, einer Frage zu widmen und aus der Stille und Achtsamkeit werden mir Antworten, Ordnung und Energie geschenkt.
Ich möchte nicht nur in der Meditation sitzend der Gegenwart gewahr sein. Also möchte ich ständig meditieren. Mein Leben eine Meditation. Mein Leben ein achtsames Wahrnehmen, wie in der sitzenden Meditation. Mit Meditation werde ich der Gegenwart bewusst. Ich muss also in meinem Leben in der Gegenwart laufend ununterbrochen meditieren und gewahr sein. Lebe achtsam, meditiere ständig und du bist der Gegenwart bewusst. Ist das machbar? Wie wäre das machbar? Zerstöre die künstlichen Räume der Vergangenheit und der Zukunft, diese Gedankenkonstrukte, diese Zeit-Raum-Konstrukte, diese Hirnprojektionen, diese Scheinwelten. Sofort. Hier und Jetzt. Arbeite an deinem Bewusstsein der Zeit und zur Zeit.


Servicelampe: Sinn des Lebens erkannt!
Die Lampe lässt mich absolut in Ruhe. Sie hat noch nie geleuchtet. Ob sie defekt ist oder ob eine Anzeige keinen Sinn macht. Die Servicelampe jedenfalls leuchtet nicht, hat noch nie geleuchtet. Kein Wunder, wenn das Leben sinnlos ist?!
Ich fahre auf einer (von vielleicht vielen) Achterbahnen, kenne die Geleiseführung und die Topographie nicht, sitze in einem Achterbahnwagen (alleine), bei dem die Steuerungselemente nur teilweise und scheinbar funktionieren, mit einem Armaturenbrett, dessen Beherrschung oder Lesbarkeit und Verständnis eine Lebensaufgabe (oder vielleicht mehrere) ist. Diese Achterbahn existiert seit 15 Milliarden Jahren (Urknall) und wird weitere Millionen Jahre bestehen und wir wissen über diese Welt vieles und doch Nichts, absolut Nichts. Auf und in dieser Achterbahn, die durch Ungewissheit, Unsicherheit, Nichtvorherbestimmbarkeit, Unwissen, Gedankenkonstrukte Vergangenheit‘ und Zukunft‘, einen nicht greifbaren Zeitbegriff etc. gekennzeichnet ist, suche ich einen Lebenssinn. Dabei muss nüchtern und ehrlich festgestellt werden, dass diese Achterbahn und auf dieser Achterbahn die absolute reine Zwecklosigkeit herrscht. Die Achterbahn und das Leben sind absolut zwecklos!
Wenn das Leben schon zwecklos ist, wovon ich überzeugt bin, hat es dann wenigstens einen Sinn? Kann die Servicelampe vielleicht doch irgendwann leuchten oder wenigstens ab und zu kurz blinken? Wenn das Leben zwecklos ist, kann ich auch alles loslassen, alle Ziele, alles Werden, alles vom Ist getrennten, einfach alles. Damit gebe ich aber auch die elenden Gedankenkonstrukte Vergangenheit‘ und Zukunft‘, alle meine Inhalte, alle meine Erfahrungen und damit mein Bewusstsein, damit mein Ich‘, einfach alles auf. Was bleibt dann? Nichts? Nichts? Ja, nichts .......... oder die absolute, sprudelnde

Gegenwart? Die Gegenwart?
Ja, vielleicht die Gegenwart! Die Gegenwart, die dem zwecklosen Leben Sinn gibt? Kann es so einfach sein? Ja, ich glaube (theoretisch) ist es so einfach: Der Sinn des Lebens ist das absolute und unteilbare, empfindsame, achtsame Gewahrsein der Gegenwart! Ich muss es jetzt nur noch praktisch umsetzten. Fliesse im Leben von Gegenwart zu Gegenwart, wie das Wasser fliesst oder die Musik klingt! Ich fahre auf der Achterbahn und werde mir jeder Fahrsekunde gewahr, bergab, in den Tunnels (so wie heute und trotzdem geht es mir gut, 26. Mai 2001, Kinder wollen nicht mehr zu mir), im Regen, mit dem Achterbahnwagen nebenan, etc. Hei, die Servicelampe blinzelt, ganz kurz, ganz kurz, aber sie blinzelte!!


Tasten: Ctrl-Alt-Del / Achterbahnwagen im Depot parkieren!
Ctrl-Alt-Del: Stopp, herunterfahren, abstellen, Achterbahnwagen im Depot parkieren! Wer bedient eigentlich diese Tasten, auf jeden Fall jemand, der gleichzeitig 3 Tasten bedienen kann. 3 Tasten für den Tod: Ctrl-Alt-Delete. Kontrolle war nie vorhanden (Ctrl), das ‚Ich‘ bestand nur aus alten Erinnerungen (Alt), alles löschen (Delete). Was bleibt? Nichts!
Ja, wieder Nichts, das hatten wir doch schon einmal. Ist der Tod auch nur absolute Gegenwart? Absolut und definitiv im Augenblick. Der Tod zeigt uns, dass die Sicherheit und das Klammern an das Leben mit seinen Personen und Objekten endgültig aufgegeben werden muss. Dies gilt aber für jeden Augenblick im Leben. Ich muss in jedem Augenblick das Vergangene abstreifen und dem Unbekannten entgegengehen, alles ist unbestimmt. Der Tod lernt mich, dass jeder Augenblick (ob Leben oder Tod) voll gelebt werden muss. Ich habe also in jedem und nach jedem Augenblick die Möglichkeit des Neustarts (Ctrl-Alt-Del)? Gibt es auch ein Neustart nach dem Tod?


LEBENSSINN / LEBENSPHILOSOPHIE
Das Bild der Achterbahn, die Auseinandersetzung mit dem Achterbahnwagen und dem Armaturenbrett hat mich sehr viel gelernt. Mir ist bewusst, dass ich im Achterbahnwagen keine Sicherheit habe und obwohl ich die Fahrt realisiere die wichtigen Lebensschienen doch nicht von mir verlegt werden. Wahrscheinlich kann ich nicht einmal die wesentlichen und wichtigen Weichen auf meiner Achterbahnfahrt selber stellen. Mein Versuch die Lenkung und die Steuerung des Achterbahnwagens zu übernehmen, ist sehr beschränkt und nur in bescheidenen Räumen möglich.
Ich weiss aber, dass der Wagen mit dem Armaturenbrett gleichzeitig die Möglichkeit bietet, sich mit der Unsicherheit des Lebens auseinanderzusetzen. Das Armaturenbrett mit seinen Anzeigen, insbesondere der Helptaste Meditation, lernt mich den richtigen Umgang mit dem Leben, der Zeit und vor allem der Gegenwart. Die Erkenntnis, dass die Gegenwart nicht wie immer gesagt ein „Augenblick“ ist, sondern laufend weiter fliesst und damit in Ewigkeit übergeht, hat mich tief berührt. Meine Einstellung zum und im Leben ist seit dieser Erkenntnis ganz anders.
Ich geniesse das Leben direkter, bin achtsamer, kann gleichzeitig aber den Moment auch wesentlich besser „Loslassen“, weil mir bewusst ist, dass „eine neue Gegenwart“ direkt folgt. Auf jede Gegenwart folgt eine neue Gegenwart. Mein Wagen fährt immer weiter und ich kann das Leben achtsam wahrnehmen. Meine Lebensphilosophie konzentriert sich dabei auf das „Gegenwärtig sein“ und das „Loslassen“ im Sinne „DEN MOMENT ACHTSAM WAHRNEHMEN“ und „LASS DAS LEBEN GESCHEHEN“. Jeder Augenblick in der Gegenwart ist genau für mich gemacht.

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart
(Gelassenheit im Leben; Bewusstsein zur Zeit und für Zeit als grosse Lebensaufgabe)
der wichtigste Mensch der, der Dir gerade gegenüber ist
(innere Haltung mit Herz, Hand und Hirn; Kommunikation)
und das notwendigste Werk ist immer die Liebe
(Verstandenfühlen; keine negative Konsequenzen; Zärtlichkeit, bedingungslose Liebe, Achtsamkeit).
[nach Meister Eckhart]