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EINFÜHRUNG
Yoga ist zu verstehen als „Anjochen der menschlichen Sinne
und Triebe – wilden Tieren gleich – an den Wagen des
Geistes“. Als Oberbegriff fasst Yoga viele Wege, Techniken
und Methoden zusammen, die alle als Endziel die Vervollkommnung
des Menschen, die Vereinigung des Menschen mit der „göttlichen
Energie“ anstreben.
Während der Yogalehrer-Weiterbildung steht mehrheitlich der
Yogaweg ‚Hatha-Yoga’ im Vordergrund. Mein primäres
Interesse gilt jedoch dem Jñana-Yoga, jenem Weg, der durch
die philosophische Erkenntnis die letzte Wahrheit finden will (Erkenntnisweg
/ Erkenntnis-Yoga). Diese Erkenntnis ist nicht rein intellektuell
ausgerichtet, sondern vor allem über die Meditation zugänglich.
Entsprechend hat die Meditation in meinem Leben einen zentralen
Stellenwert.
Ich habe mich entschieden, den Weg Jñana-Yoga, resp. den
Aspekt der Meditation mit dem Bild „des Lebens mit einer Achterbahn“
zu verbinden. In der indischen Kultur werden die philosophischen
Vorstellungen sehr oft in Bildern dargestellt, reich ausgeschmückt
und verziert. Ich denke hier an das Beispiel des Wagenlenkers in
der Katha-Upaniad III, 3-4:
| Wisse, dass der Atman der Herr
des Wagens ist und
der Körper der Wagen, die Einsicht
ist der Wagen-
lenker und das Denken die Zügel.
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Die Sinne vergleicht man mit den Pferden,
die Sinnesobjekte sind ihre Bahn.
Den Atman,
der mit Sinnen und Denken verbunden ist,
nennen die Weisen das Subjekt der Erfahrung. |
Ich habe mich entschieden meine Darstellungen und Gedanken ebenfalls
in einem Bild darzustellen und zu erläutern. In Analogie zum
Bild des Wagenlenkers habe ich ein den heutigen Verhältnissen
angepasstes Bild, die Achterbahn gewählt. In meinem Achterbahnwagen
sitzend, schildere ich auf der göttlichen Achterbahn meine
Erfahrungen bei der Achterbahnfahrt des Lebens. Ich bin überzeugt,
dass dieses Bild auf dem Hintergrund der indischen Kultur gerechtfertigt
ist.
Mit dem Bild der Achterbahn versuche ich zu zeigen, wie
Meditation mir auf meinem Lebensweg den Umgang mit der Unsicherheit
des Lebens und den Umgang mit der Zeit erleichtert
und durch Erkenntnis laufend tiefer gründen lässt.
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